20 Mai 2016

Fiat Chrysler Automobiles bei der Mille Miglia 2016: Rare Renn-Klassiker von Fiat, Lancia und Alfa Romeo am Start

Alfa Romeo ist offizieller Automobil-Partner der berühmten Oldtimer-Veranstaltung, die vom 19. bis 22. Mai 2016 zum 34. Mal stattfindet. Das Werksmuseum schickt außerdem einen Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport von 1930, einen Alfa Romeo 1900 Sport Spider von 1954 und einen Alfa Romeo 1900 Super Sprint von 1956 an den Start. Schauspielerin Kasia Smutniak nimmt in einem Lancia Ardea von 1939 teil. Fiat geht mit dem Fiat 508 Balilla Coppa d'Oro von 1934 und dem Fiat 1100 TV Trasformabile von 1955 in die rund 1.600 Kilometer lange Tour. Die über 300 klassischen Renner werden begleitet von den neuesten Fahrzeugmodellen von Fiat Chrysler Automobiles (FCA), darunter Alfa Romeo Giulia, Alfa Romeo Giulietta, Lancia Ypsilon Mya und Fiat 124 Spider

Frankfurt, 19. Mai 2016

Sie ist die weltweit berühmteste Oldtimer-Veranstaltung - die Mille Miglia. Am kommenden Wochenende (19. bis 22. Mai 2016) gehen zum 34. Mal mehr als 300 klassische Rennfahrzeuge auf den Spuren des bis 1957 durchgeführten Langstreckenrennens auf Tour. Die von Enzo Ferrari einmal als „schönstes rollendes Museum der Welt" bezeichnete Veranstaltung startet am Donnerstag in Brescia und kehrt nach Übernachtungspausen in Rimini, Rom und Parma am Sonntag in die norditalienische Stadt zurück.

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) beteiligt sich mit den drei Marken Fiat, Lancia und Alfa Romeo an der Mille Miglia 2016. Die FCA Heritage Collection, die neue für Klassiker zuständige Organisation des Unternehmens, schickt sechs historische Fahrzeuge an den Start. Alfa Romeo ist darüber hinaus offizieller Fahrzeugpartner der Mille Miglia. So wird die neue Alfa Romeo Giulia als Sicherheitsfahrzeug der Organisation eingesetzt. Die Veranstalter vertrauen darüber hinaus auf eine Flotte von Alfa Romeo Giulietta für logistische Aufgaben. Auch der Lancia Ypsilon Mya und der neue Fiat 124 Spider begleiten die Oldtimer auf ihrer rund 1.600 Kilometer langen Reise durch einige der schönsten Gegenden Italiens.

Alfa Romeo bei der Mille Miglia 2016

Alfa Romeo ist mit elf Siegen ewiger Rekordhalter bei der originalen Mille Miglia, die von 1927 bis 1957 zu den anspruchsvollsten Langstreckenrennen der Welt gehörte. Den am Straßenrand aufgestellten  „Freccia Rosso", den roten Pfeilen, folgend, wurde die etwa 1.000 Meilen lange Strecke nonstop gefahren. Zu den Fahrzeugen, die zur ihrer Zeit siegten oder um Spitzenplatzierungen kämpften, gehörten auch Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport, Alfa Romeo 1900 Sport Spider und Alfa Romeo 1900 Super Sprint. Das an historischer Stelle im Mailänder

Vorort Arese beheimatete Werksmuseum von Alfa Romeo lässt mit drei Fahrzeugen dieser Typen die große Tradition der Marke bei der Mille Miglia wieder aufleben.

Eine besondere Rarität ist der Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport mit Karosserie von Zagato. Mit exakt diesem Fahrzeug gewannen Grand-Prix-Star Tazio Nuvolari und Beifahrer Battista Guidotti die Mille Miglia 1930. Nuvolari gelang das entscheidende Überholmanöver gegen Teamkollege Achille Varzi wenige Kilometer vor dem Ziel bei totaler Dunkelheit - der Legende nach als Überraschungscoup mit ausgeschalteten Scheinwerfern. Nuvolari stand schließlich an der Spitze eines Dreifachsieges für Alfa Romeo und legte die Strecke zum ersten Mal mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 100 km/h zurück. Auf weitgehend unbefestigten Straßen, wohlgemerkt.

Nur zwei Exemplare des Alfa Romeo 1900 Sport Spider wurden jemals gebaut, der 1954 bei der Mille Miglia startete. Der Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Trockensumpf-Ölschmierung leistet 138 PS. Auch das Fünfgang-Getriebe und die Hinterachskonstruktion nach DeDion-Prinzip waren zu dieser Zeit wegweisend. Dank aerodynamisch ausgefeilter Karosserie von Bertone und einem Gewicht von nur 880 Kilogramm erreicht der Zweisitzer eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.

Stellvertretend für die schnellen Gran-Turismo-Limousinen der Marke Alfa Romeo steht das Modell 1900. Mitte der 1950er Jahre war das „Familienauto, das Rennen gewinnt" (zeitgenössischer Werbeslogan) nicht nur bei der Mille Miglia bei Privatfahrern sehr beliebt. Aus dem Jahr 1956 stammt der Alfa Romeo 1900 Super Sprint mit Karosserie von Touring, der bei der Mille Miglia 2016 startet.

Die drei Klassiker für die Mille Miglia 2016 sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Sammlung des Alfa Romeo Werksmuseums „La maccina del tempo", zu Deutsch Zeitmaschine (Infos und Öffnungszeiten im Internet unter www.museoalfaromeo.com). Insgesamt 69 Fahrzeuge beherbergt das im vergangenen Jahr nach gründlicher Renovierung wieder eröffneten Gebäude auf dem historischen Werksgelände in Arese. Sie symbolisieren nicht nur die Evolution der Marke Alfa Romeo, sondern des Automobils allgemein. Zu sehen sind unter anderem das erste Modell 24HP der Anonima Lombarda Fabbrica Automobili - abgekürzt A.L.F.A. - und der Grand-Prix-Rennwagen P2, mit dem Alfa Romeo 1925 die erstmals veranstaltete Automobil-Weltmeisterschaft gewann. Von den unzähligen Rennerfolgen der Marke berichten auch der Alfa Romeo 8C 2300, Sieger des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, der Tipo 159 Alfetta, mit dem Juan Manuel Fangio 1950 die allererste Formel-1-Weltmeisterschaft der Geschichte gewann, der Alfa Romeo 33TT12, Langstrecken-Weltmeister aus den 1970er Jahren, und der Alfa Romeo 155 V6 Ti, mit dem die Marke 1993 die einheimische Konkurrenz in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) besiegte.

Lancia bei der Mille Miglia 2016

Prominenz schickt Lancia an den Start der Mille Miglia 2016. Kasia Smutniak fährt einen Lancia Ardea von 1939. Die in Polen geborene und in Italien lebende Schauspielerin ist seit 2015 Botschafter für das aktuelle Modell Lancia Ypsilon. Ihre Teilnahme steht für die historisch starke Verbindung zwischen Lancia und dem schönen Geschlecht. Tatsächlich geht der Lancia Ardea auf eine Initiative von Adele Miglietti zurück, der Witwe des Firmengründers Vincenzo Lancia.

Ihre Idee war es, eine gewissermaßen im Maßstab 9:10 verkleinerte Version des Lancia Aprilia zu entwickeln. Auf diese Weise ist der Lancia Ardea besonders kompakt und komfortabel zu fahren. Die aerodynamische Karosserie sorgt darüber hinaus für geringen Verbrauch und gute Fahrleistungen. Bei einem Durchschnittsverbrauch von zeitgenössisch hervorragenden sieben Liter pro 100 Kilometer erreicht die viertürige Limousine eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h.

Und das, obwohl das Modell Ardea mit dem kleinsten Serienmotor ausgestattet ist, den Lancia jemals entwickelt hat. Der nur 903 Kubikzentimeter Hubraum aufweisende V4-Zylinder verfügt über einen Motorblock in Monoblock-Bauweise aus Gusseisen und Pleuel aus dem Leichtmetall Duralumin. In seiner Hubraumkategorie war der 28 PS leistende Lancia Ardea ein durchaus potentes Sportgerät - zum Beispiel 1947 reichte es zum Klassensieg bei der Mille Miglia.     

Trotz der vergleichsweise geringen Abmessungen - Gesamtlänge nur 3.615 Millimeter - bietet der Lancia Ardea allen Komfort und Technologie, die Kunden schon in den 1930er Jahren von der Marke gewohnt waren. Dazu gehören unter anderem die Einzelradaufhängung an der Vorderachse, die in Kunststoff-Lagern aufgehängte Hinterachse und das Vierganggetriebe mit Schnellschaltung. Auch in den Punkten Eleganz und Stil steht der Lancia Ardea den durchweg größeren Modellen des Hauses in nichts nach. So wurden beispielsweise die Sitze wahlweise mit edlen Stoffen oder Leder bezogen. Auch die Uhr im Armaturenbrett und ein Seidenvorhang vor dem hinteren Fenster waren in den 1930er Jahren alles andere als selbstverständlich für einen Kleinwagen. Mit diesen Eigenschaften gilt der bis 1953 in vier Bauserien gefertigte Lancia Ardea als Vorläufer des aktuellen Lancia Ypsilon.

Fiat bei der Mille Miglia 2016

Mit zwei faszinierenden Spider beteiligt sich Fiat an der Mille Miglia 2016. Der Fiat 508S Balilla trägt den Beinamen „Coppa d'Oro", eine Hommage an den Sieg beim Gold-Cup-Rennen von Littorio im Jahr 1934. Der Fiat 1100 TV Trasformabile war in den 1950er Jahren ein beliebtes und in der Hubraumkategorie erfolgreiches Rennfahrzeug für Privatfahrer.

Der Fiat 508S Balilla Coppa d'Oro stammt direkt vom Serienmodell 508 Balilla Sport ab. Der zweisitzige Spider wird von einem Vierzylinder mit 996 Kubikzentimeter Hubraum angetrieben, der mit seitlichen Ventilen und Zenith-Vergaser 30 PS leistet und eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 110 km/h ermöglicht. Die Rennversion von der Mille Miglia ist an den von der Karosserie getrennten Kotflügeln zu erkennen.

Der 1932 vorgestellte Fiat 508 Balilla steht ebenso wie der Fiat 500 Topolino von 1936 für die seit Anfang der 1920er Jahre von der Marke verfolgte Strategie, kleine und für jedermann bezahlbare Fahrzeuge zu bauen. Niedriger Verbrauch und geringes Gewicht waren ebenfalls Ziele der Entwicklung, die unter dem Projektnamen 500 gestartet wurde. Aus diesem Grund erhielt das Modell Balilla zunächst die Baureihen-Bezeichnung 501 und der nachfolgende Topolino die Ziffer 509. Erst danach wurden die heute gebräuchlichen Modellnamen verwendet.    

Die Baureihe Fiat 508 Balilla bestand aus der klassischen Limousine und einem viertürigen Cabriolet mit Torpedo-Karosserie, wurde aber schon bald um den zweisitzigen, eleganten Spider ergänzt. 1933

entstand aus dem Spider eine Rennversion namens Fiat 508 S Balilla Sport, die für Einsätze unter anderem beim Coppa d'Oro und bei der Mille Miglia vorgesehen war. Ein Jahr später stellte Fiat eine weiter entwickelte Variante vor, deren Motor nun 36 PS leistete.

Zweites Fahrzeug von Fiat für die Mille Miglia 2016 ist ein Fiat 1100 TV Trasformabile aus dem Jahr 1955. Den zweisitzigen und zweitürigen Spider kennzeichnen der verchromte Kühlergrill, die Panorama-Windschutzscheibe, die umklappbaren Sitze und Weißwandreifen. Mit Weber-Doppelvergaser stieg die Leistung des 1.089-Kubikzentimeter-Motors auf 50 PS, ausreichend für eine Höchstgeschwindigkeit von 143 km/h. Das für die Zeit erstaunlich sportliche Fahrverhalten ist auch der Einzelradaufhängung an der Vorderachse und Kurvenstabilisatoren an beiden Achsen geschuldet.  

Der für private Rennfahrer entwickelte und nur 142 Mal gebaute Fiat 1100 TV Trasformabile basiert auf der Turismo-Veloce-Variante des Fiat 1100. Im Vergleich zum seit 1953 kommerziell erfolgreichen Serienmodell mit vier Sitzen und selbsttragender Karosserie sind die größten technischen Unterschiede der Weber-Doppelvergaser und die verstärkte Kraftübertragung. Optisch fallen der in den Kühlergrill integrierte Nebelscheinwerfer, die zweifarbig lackierte Karosserie und die sportlichen Weißwandreifen auf. Klappbare Sitze und Fußmatten aus Stoff sorgen für etwas mehr Komfort an Bord.     

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Andreas Blecha
Public Relations Manager

FCA Austria GmbH
Schönbrunner Straße 297 - 307, 1120 Wien
Tel:         01-68001 1088
E-Mail:   andreas.blecha@fcagroup.com
Alfa Romeo Presse im Web: www.alfaromeopress.at

 

 

 

 

 

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